Informationen über Abwasserbehandlung
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Industrieabwässer Viele Industrieabwässer sind mit einer hohen Zahl unterschiedlicher organischer Substanzen belastet und verursachen über die daraus resultierende Sauerstoffzehrung eine massive Störung des biologischen Gleichgewichts im natürlichen Gewässer. Deshalb gelten für die Summenparameter Chemischer und Biologischer Sauerstoffverbrauch (BSB, CSB) sowohl bei der Abgabe in die Kanalisation als auch bei einer Direkteinleitung des Abwassers niedrige Grenzwerte. Um Starkverschmutzergebühren einzusparen oder mit einer Mehrfachnutzung des Wassers den Trinkwasserverbrauch zu senken, stehen viele Unternehmen vor der Aufgabe, die anfallenden Prozessabwässer im eigenen Betrieb teilweise zu behandeln oder vollständig zu reinigen. Biologische Technologien zur Abwasserreinigung Die meisten organischen Verbindungen werden mit dem Wachstum natürlich vorkommender aerober Mikroorganismen vollständig in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt und können biotechnologisch mit verhältnismäßig wenig Aufwand aus dem Abwasser entfernt werden. Im Widerspruch zu der geringen Sauerstofflöslichkeit von wenigen mg/l steht der sehr hohe Sauerstoffbedarf von Industrieabwässern, welcher oftmals im Bereich zwischen 1000 und 10000 mg/l liegt. Die mit modernen Verfahren erreichbaren hohen Biomassekonzentrationen müssen deshalb mit viel Aufwand gegen den Druck der Wassersäule belüftet werden. Anaerobe Verfahren arbeiten ohne Belüftung, erfordern jedoch einen hohen Aufwand für die Inbetriebnahme und die Gewährleistung eines stabilen Betriebes.
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